Den idealen Mitarbeiter finden

Mitarbeitersuche

Ich behaupte: Den idealen Mitarbeiter gibt es wirklich.

Und schon höre ich die Einwände der Personalverantwortlichen. Ja, natürlich gibt es ihn, werden sie sagen, aber wie finden wir ihn? Wenn wir alle Bewerber auf eine ausgeschriebene Stelle in ein Sieb geben, wie schaffen wir es dann, dass genau der richtige im Sieb bleibt?

Die gute Nachricht ist: Wir können diesen Richtigen finden, denn es existiert eine äußerst brauchbare Methode, die im Rekrutierungsprozess die ideale Unterstützung bietet. Profilingvalues heißt dieses Verfahren. Würde es durchgängig angewendet, könnte jedes Unternehmen motivierte, leistungsfähige und zufriedene Mitarbeiter haben. Leider ist oft das Gegenteil der Fall.

Herkömmliche Mitarbeiterauswahl – kein bewährter Prozess

Betrachten wir einmal die herkömmliche Art der Mitarbeiterauswahl. Eine Firma schreibt eine Stelle aus. Daraufhin schickt eine mehr oder wenige große Zahl von Bewerbern Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse an das Unternehmen. Die Personalverantwortlichen setzen sich hin und kämmen das Material durch: Was hat der Bewerber für Fähigkeiten? Was hat er gelernt, über welche Berufserfahrungen verfügt er? Anschließend werden diejenigen, die in die engere Auswahl kommen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

So kennt es jeder von uns. Dass man seine Unterlagen heute online hochladen kann, ist nicht mehr als ein kleiner technischer Unterschied. Ansonsten hat sich an dem Prozess der Bewerbung und Mitarbeiterauswahl seit Jahrzehnten nichts geändert – was keineswegs bedeutet, dass er sich bewährt hat! Denn tatsächlich beruht er auf einem Denkfehler.

Der Denkfehler besteht darin, dass man den Bewerber nur als Summe seiner durch Zeugnisse nachgewiesenen Fähigkeiten und seiner im Bewerbungsgespräch gezeigten Verhaltensweisen betrachtet. Was den Bewerber sonst noch ausmacht, bleibt im Auswahlprozess verborgen. Der Mensch agiert jedoch immer als ganzes Wesen, er kann seine Persönlichkeitsanteile nicht per Knopfdruck ein- oder ausschalten.

Wie wir in der Wertepyramide erkennen, befinden sich über den Ebenen „Verhalten“ und „Fähigkeiten“ noch weitere Ebenen. Besonders interessant für uns ist die Werte- und Bedürfnisebene. Jeder Mensch ist werte- und bedürfnisorientiert. Wir streben danach, dass unsere ganz persönlichen Werte erfüllt werden, und würden alles tun, um eine Verletzung unserer Werte zu vermeiden.

Der richtige Mitarbeiter ist derjenige, der nicht nur die geforderten Fähigkeiten, sondern auch die passenden Wertvorstellungen für seinen Aufgabenbereich mitbringt. Wie aber lassen sich diese Wertvorstellungen ans Licht bringen?

Werte sind objektiv messbar!

Hier kommt die Methode der profilingvalues ins Spiel. Es handelt sich dabei um ein wissenschaftliches Instrument, mit dessen Hilfe Stellenbesetzungen und Personalentwicklung optimiert werden können. Mit einem Persönlichkeitsfragebogen, der als Online-Fragebogen gestaltet ist, sind wir in der Lage, die Werteebene bis in die unbewussten Stufen zu erkunden und so relevante Informationen zu erhalten. Das Auswertungsverfahren gründet auf der Wertepsychologie und errechnet die Abweichungen zu einer logisch-mathematischen Norm.

Gemessen wird in drei verschiedenen Dimensionen:

  • Die intrinsische Wertedimension – sie umfasst alles, was den Menschen in seiner Einzigartigkeit, Individualität und unendlichen Vielfalt betrifft. Grundfrage: Wer?
  • Die extrinsische Wertedimension – sie behandelt das Gegenständliche, praktische Lösungen, operative Prozesse und Rollen. Grundfrage: Was?
  • Die systemische Wertedimension – sie umschließt alle gedanklichen Konstrukte, Prinzipien und Konzeptionen. Grundfrage: Wofür?

Die Ergebnisse beziehen sich auf zwei unterschiedliche Werteräume: Die äußere Welt und das Selbst. Die äußere, d. h. die wahrgenommene Welt steht für alles, was unsere Sinne aus unserem Umfeld aufnehmen und wie wir es bewerten. Das Selbst hingegen umfasst die inneren Vorgänge und die Eigenwahrnehmung als Person. Insgesamt werden sechs Persönlichkeitsmerkmale in zwei Ausprägungen dargestellt, dem Können und dem Wollen, also den Fähigkeiten und den gegenwärtigen Neigungen.

Auf diese Weise erhalten wir genau die Informationen, die uns sonst verborgen bleiben. Sie helfen uns, den perfekt passenden Mitarbeiter zu finden, und geben Personalentscheidungen eine fundierte Grundlage.

Mitarbeiterauswahl muss also kein Zufallsspiel sein!